Unter dem Begriff Osteopathie sind besondere und vielfälltige Techniken der manuellen Körpertherapie zusammengefasst, die vor über 100 jahren von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828 - 1912) entwickelt wurde.

 

Die diagnostischen sowie behandelnden Techniken der Osteopathie werden in ruhiger Art und besonders schonend ausgeführt und erfordern einen längeren Zeitaufwand als übliche Manuelle Therapie oder Physiotherapie. Die Konzentration der osteopathischen Behandlung wendet sich wirksam vornehmlich auf die Weichteile und die Steuerung des Körpers wie Muskeln, Bänder, Sehnen, Nervenstrukturen, inneren Organen, Gewebestrukturen etc. zu.

 

Sehr gut bewährt bei:

 

Fehlhaltungen des Körpers, Rücken- und Gelenkschmerzen

chronischen Muskelschmerzen

langwierigen Fibromyalgien und MS

rheumatischen Erkrankungen

 

Becken-Fehlstellungen

Neuralgien

Ischialgie, Lumbalgie

Kopfschmerzen, Migräneunruhigen Beinen "Stress-Legs"

 

Geburtstrauma

Babys nach schwerer Geburt

nach schweren Entbindungen, Kaiserschnitt

Schlafstörungen u.v.m.

 

In Verbindung mit der sanften Cranio-Sacral-Dynamischen Therapie können ausgleichende Korrekturen bei Zahnfehlstellungen sowie beim Einsatz von Zahnspangen deutlich rascher wirksam werden.

 

Die Osteopathie dient der ganzheitlichen Heilbehandlung und darf nur von Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt werden. Physiotherapeuten, Krankengymnasten und Masseuren ist die Osteopathie als Behandlungsform NICHT erlaubt, da sie als medizinischer Hilfsberuf gelten und keine Heilerlaubnis haben.

 

Zur Information Siehe: 

Das neue "Osteopathie-Urteil"

Was bedeutet das für Physiotherapeuten und Osteopathen?

 

September 2015 - ein Urteil zu Werbeverbot macht Altbekanntes deutlich:

„einem Physiotherapeuten (…) ist es verboten, berufs- oder gewerbsmäßig die Ausübung der

Osteopathie anzukündigen und/ oder die Osteopathie auszuüben, es sei denn, der Beklagte ist ärztlich bestallt oder im Besitz einer Erlaubnis für die Ausübung der Heilkunde gemäß § 1 HeilPrG.“    (AZ: I-20 U 236/13)

 

Die Grundaussagen dieses Beschlusses sind folgende:

Osteopathie ist Heilkunde, deren Ausübung die Heilerlaubnis erfordert !

Ausübung der Heilkunde ist jede Feststellung, Heilung und Linderung von Krankheiten, Leiden und Körperschäden beim Menschen, auch wenn sie im Dienste von Dritten ausgeübt wird.

 

  • Osteopathie rechtssicher auszuüben ist nur mit uneingeschränkter Heilerlaubnis möglich
  • Eine erfolgreich abgeschlossene Osteopathie-Ausbildung beinhaltet keine Heilerlaubnis.
  • ärztliche oder heilpraktische Verordnung delegiert nicht die Heilerlaubnis
  • der Tätigkeitsbereich des Physiotherapeuten kann nicht mittels Osteopathie erweitert werden
  • osteopathisch tätige Mitarbeiter sind per Urteil gleich zu betrachten

 

Konkret bedeutet das, dass Osteopathen selbst nach abgeschlossener Osteopathieausbildung keine Heilerlaubnis haben. Sie sind nicht berechtigt, Patienten zu behandeln. Trotz Einzelfallentscheidung ist das ein weit reichender Richtspruch, da dies als Präzedenzfall zu werten ist. Selbst Physiotherapeuten, die zusätzlich Osteopathie anbieten, wurde der Gebrauch mit diesem Urteil untersagt.